Lamjung - Heimat der Gurung

In den Lobpreisungen der Puranas, indischer Legenden steht geschrieben, dass hundert göttliche Zeitalter nicht ausreichen, um alle Wunder und Herrlichkeit des Himalaya zu beschreiben.

 

 

 

Wir, das Team von Nepal Fühlen können diese Aussage  nach einigen längeren Aufenthalten vor Ort unterschreiben und möchten Ihnen auf unseren Reisen die naturverbundene, im hinduistischen bzw. buddhistischen Glauben verwurzelte Lebensweise der Nepalesen näher bringen. In kleinen Gruppen, mit deutscher und nepalesischer Reiseleitung entdecken Sie unberührte Bergregionen und übernachten in den Häusern Ihrer Gastgeber, in sogenannten Homestays.

 

 

 

Die Begegnungsreise ins unberührte Lamjung führt Sie in einer kleinen Gruppe durch die arten- und vegetationsreiche Mittelgebirgslandschaft mit weiten Reisterrassenfeldern, Kardamon- und Rhododendrenwäldern und tiefen Flusstälern Lamjungs. Von der sieben Stunden von Kathmandu entfernten Kreishauptstadt Besisahar (760m) aus, startet der Homestay-Trek. Nach einer abenteuerlichen Jeepfahrt mit herrlichsten Aussichten auf grüne, weite Reisterrassenfelder empfangen uns Deuta Maya und Dikendra Gurung herzlichst in Maling. (1600m) Die nächsten sechs Tage wird es reichlich Interessantes zur Kultur der Gurung, den Einwohnern Lamjungs zu entdecken geben. So wandert beispielsweise ein Dorfrundgeher nach einem starken Regentag im Dorf herum und teilt allen Bewohnern mit, dass morgen nicht auf den Feldern gearbeitet wird. Die Götter können dem Glauben der Gurung nach so gnädig gestimmt und ein nächster Hagelregen verhindert werden.

 

 

 

Ein besonderes Highlight eines jeden Aufenthalts in Ghalegaon, einem der besuchten Bergdörfer, ist die Aufführung traditioneller Tänze - eine wirklich seelenerfüllte, altertümliche Kunst, die mit jedem Ton mehr zur Ekstase führt und bei der jeder Schritt ein Fest für die Augen ist. Sergha Naach wird beispielsweise dann getanzt, wenn ein enges Familienmitglied gestorben ist. Der Tanz Krishna Charatri oder auch pupute genannt, von Trommeln, den sogenannten Madals begleitet, symbolisiert die Segnung des Neffens durch den Onkel.

 

 

 

Auf den bis zu maximal sechsstündigen Wanderungen auf höchstens 2100m erwarten Sie immer wieder herrliche Aussichten auf das Annapurnamassiv, den Lamjung Himal, Dhaulagiri, Manaslu und den Hiunchuli. Ihnen begegnen Pferdekarawannen, die Getreide und Wandergepäck transportieren, Ziegenherden und badende Buffalos. Kühe direkt vor dem Toiletteneingang sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber sobald Freundschaft mit der Kuh geschlossen wurde, steht auch dem nächtlichen Toilettengang nichts mehr im Wege.

 

 

 

Im größten aller besuchten Dörfer, in Bhujung, zeigt schon das Eingangsschild welch´ umfangreiche Infrastruktur es hier gibt. Eine Homestay-Community, ein botanischer Garten, eine Bienen- und Ziegenzucht, eine Seilbahn für den Erntetransport, ein Kindergarten, eine Schule, ein Teegarten, sogar eine Krankenstation, eine Tierklinik und ein Frauengemeinschaftszentrum warten auf Ihren Besuch.

 

 

 

Von den insgesamt 500 Haushalten in Bhujung bieten 20 Häuser einen Homestay-Aufenthalt an. Das 1993 gegründete ACAP-Büro organisiert die rotierende Aufnahme ankommender Gäste in den Familien, die ein Extrazimmer dafür bereitstellen und das Nationalgericht Nepals, das Dhal Bhat zubereiten. In einem Homestay kann durchaus die Erkenntnis gewonnen werden, dass die Nepalis in vielerlei Hinsicht sehr reich sind. Sie leben in einer starken Gemeinschaft und verbringen viel Zeit gemeinsam.

 

 

 

Auf unserer letzten Informationsreise in Lamjung übernachteten wir bei Familie Ghagan Sing. In zwei Zimmern mit insgesamt sechs Betten empfängt die Familie Gäste. Herr Sing erzählte uns, dass er als Kind auf dem Feld mitarbeiten und das Wasser von weit herholen musste. Heute gibt es dank des Community Projekts überall im Dorf Wasserhähne verteilt. Außerdem berichtete er mit strahlenden Augen von den früheren, abenteuerlichen Erlebnissen während der zweiwöchigen Tour bis nach Manang, um von dort das lebenswichtige Salz zu besorgen. Heute sind sie dankbar für die zur Landwirtschaft zusätzlichen Einnahmen aus den Homestay-Übernachtungen.

 

 

 

Die Dorfbewohner luden uns außerdem zu einem kleinen Picknick in den Bergen ein, alles Kochgeschirr wurde mitgenommen, gemeinsam Gemüse geschnippelt und wir genossen herrlichste Aussichten auf die Berge. Die Gurungs verrieten uns, dass es in Singdi einige sehr heilige Plätze gibt, an denen man sich gut verhalten sollte, um keine Probleme bei den Göttern heraufzubeschwören. Der Schwiegervater unsere Gastgeber ist dafür verantwortlich bestimmte Pujas genaustens zu zelebrieren, um für Regen für die gesamte Region zu bitten. Kommt es zu Dürreperioden fällt es auf ihn zurück.

 

 

 

In Singdi, im letzten der besuchten Bergdörfer werden Sie traditionell mit einem Kattaschal oder einer Mala, einer Blumenkette verabschiedet, die Ihnen auf Ihrer weiteren Reise viel Glück und Segen bringen sollen. Gäste werden in der Gurungkultur als Inkarnationen ihrer Götter angesehen und demnach während ihres Aufenthaltes wie ein Gott behandelt.

 

 

 

In Pokhara besuchen Sie auf unserer Begegnungsreise ins unberührte Lamjung das Kinderdorf des Freundeskreis Nepalhilfe e.V.. Auf 17.000m² ist nahe Pokhara, im kleinen Ort Bhakunde im Jahr 2000 ein realistisches, nepalesisches Dorf mit Obstbäumen, Gemüsegärten, einem Fischteich und einer Ziegenzucht entstanden. In vier Kinderhäusern leben jeweils 20 Waisen- und Halbwaisen und werden von zwei Hausmüttern umsorgt. Seit 2014 gibt es im Kinderdorf die projekteigene Indreni Primary School. In kleinen Klassen werden die Kinder in der Vorschule sowie von der ersten bis zur fünften Klasse unterrichtet. Ab der sechsten Klasse startet eine professionelle Berufsberatung. Eine weitere Förderung nach Abschluss der 10. Klasse für die Berufsausbildung oder den Collegebesuch begleitet die Jugendlichen in den Start in ein selbstbestimmtes Leben. Die Kinder freuen sich Ihnen in der neuen Gemeinschaftshallte traditionelle Tänze zu zeigen und die Hausmütter verwöhnen Sie mit allerlei Köstlichkeiten.

 

 

 

In einer tibetischen Gemeinde lernen Sie die Bedeutung buddhistischer Symbole kennen, treffen einen Mönch, der über sein Leben im Kloster berichten wird und nehmen an der frühabendlichen Puja teil. Ein Arzt führt Sie in die Geheimnisse der tibetischen Medizin ein und gibt die Möglichkeit einer Untersuchung. An einem freien Nachmittag kann eine wohltuende Ayurvedamassage genossen, ein abenteuerlicher Paraglidingsprung unternommen oder auf dem örtlichen Markt nach einem außergewöhnlichen Souvenir Ausschau gehalten werden.

 

 

 

In Kathmandu erfahren Sie an den beiden bedeutenden, buddhistischen Stupaanlagen Bodnath und Swayambhunath Näheres zum Thema Karma und Widergeburt. In Bhaktapur, einer der drei Königstädte tauchen Sie in ein wahrliches Freilichtmuseum ein. Die 172 zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Tempelanlagen sind Zeugnis einer bewegten Vergangenheit.

 

 

 

Wir, das Team von Nepal Fühlen würden uns freuen Sie auf unserer Begegnungsreise ins unberührte Lamjung begrüßen zu dürfen. Die nächsten Termine sind die Folgenden: 21.10..-04.11.19 mit großem Tihar- Lichterfest, 07.11.-21.11.19, 19.02.-04.03.20 mit Shivaratri, 08.03.-22.03.20 mit Holifest und 03.04.-07.04.20 mit Neujahrsfest.

 

 

 

Alle weiteren Informationen zur Reise finden Sie unter: www.nepal-fuehlen.de/reisen/begegnungsreise-ins-unber%C3%BChrte-lamjung

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0