Patan Durbar Square

Patan ist neben Kathmandu und Bhaktapur eine der drei Königsstädte im Kathmandutal. Auf dem Durbar Square sticht zunächst der prachtvolle Königspalast mit seinem goldenem Tor und seinen drei Palasthöfen heraus. Einige Schritte weiter trifft man auf den Bhimsen-Tempel, der zu Ehren der Händler errichtet worden ist. Die Mangal Hiti ist eine über 1000 Jahre alte Wasserstelle, auch der “Tank des Glückes“ genannt. Den wohl wichtigsten Tempel Patans stellt der Rato-Machhendranath-Tempel dar. Hier wird der buddhistischen Gottheit Avalokiteshvara, einer Erscheinungsform Shivas, gehuldigt.

 

Der Kumarikult soll in Indien bis in das 6. Jhd. vor Chistus zurückgehen. Seit dem 14. Jhd. werden auch in Nepal Mädchen als die Inkarnation der Göttin Taleju, der Schutzgöttin des Kathmandu-Tals angebetet. Es gibt mehrere Kumaris, jeweils eine in Patan, Kathmandu, Bhaktapur, Bungamati, Kwa Bahal und Tokha. Einer Legende nach versuchte König Prakash Malla ein Mädchen zu verführen, das beim Kartenspiel immer gewann. Dieses wehrte sich, sie tobte und Flammen schlugen aus ihren Augen. Da schwante dem König, dass er versuchte Kali, die zerstörerische Inkarnation Talejus zu verführen. Diese befahl ihm im Traum eine Jungfrau auszuwählen und ihr einen Tempel zu bauen, um seine Tat wieder gutzumachen. Bis heute wählen 5 Priester ein Mädchen im Alter von 4 Jahren aus der Gold- bzw. Silberschmiedekaste unter Berücksichtigung 32 körperlicher Anforderungen aus. Dieses lebt anschließend im Palast, lässt sich ab und zu am Fenster sehen, empfängt Touristen und nimmt sechsmal im Jahr an religiösen Festen teil. Sobald die erste Menstruation eintritt, muss sie den Palast verlassen und in ein "normales" Leben zurückfinden. Der Kumarikult ist aus vielerlei Gründen sehr umstritten. So ist es, um nur einen Grund zu nennen, sehr schwer einen Mann zu finden, der eine frühere Göttin heiraten möchte.