Natürlicher Reichtum

Ausgedehnte Wälder, reißende Flüsse, fruchtbare Täler und schneebedeckte Gipfel. Nepal ist reich an natürlicher Schönheit.

 

Es ist ein Land der Extreme, man trifft auf Höhenunterschiede bis zu 8780m und die damit verbundenen unterschiedlichen Klima- und Vegetationszonen. Dies offenbart eine Vielfalt der Arten in Nepals Ökosystem.

 

Im Terai herrschen tropische Monsunregenwälder vor. Im sich anschließenden subtropischen Mittelgebirge findet man hauptsächlich immergrüne Mischwälder mit z.B. Scheinkastanien, Erlen, Ahorn, Eiche und die wunderschön rot blühenden Rhododendren vor. In der gemäßigten Zone, in Höhe von 2000 bis 3000m trifft man auf Eichenwälder, Kastanien, Ahorn, Rhododendren, riesige Tannen, Himalaya-Zypressen, Tränenkiefern und die seltene Nepal-Lilie. In der subalpinen Zone bis 4000m gibt es Zwerg-Rhododendren und Wacholderarten. Auf den Almwiesen wachsen Edelweiß und Enzian, Rittersporn und Fingerkraut und viele verschiedene Primelarten. In dieser Zone befindet sich, von Ost nach West variierend die Baumgrenze. In der alpinen Zone bis 5000m sind vor allem Gräser, Moose, und Flechten vorherrschende Vegetation. Das Ayurveda hat in Nepal eine lange Tradition. Vieler der dafür notwendigen Heilpflanzen finden sich nur in Nepal. Zu den 600 bekannten einheimischen Pflanzen zählen u.a. Farne und Flechten zur Behandlung von Schnittwunden und Atemwegserkrankungen. Auch für Orchideen bietet Nepal sehr günstige Lebensbedingungen, sodass in etwa 120 Arten von März bis August blühen und verzaubern. Sie stehen unter Naturschutz, die Ausfuhr ist strengstens verboten.

 

In Nepal leben außerdem die vielfältigsten Tierarten. In den unterschiedlichen Klimazonen finden sie jeweils die für sie notwendigen Lebensvoraussetzungen. Im südlichen Terai leben u.a. Asiatische Elefanten, das Panzernashorn, der Bengal-Tiger, Leoparden, Hirsche, Füchse, Antilopen und Flussdelphine. Viele Säugetiere leben auch in den höheren Bergregionen, so z.B. Wildschweine, Rehe, Otter, Wölfe, Affen, wenige Kleine Pandas (im Langtang Nationalpark und im Kanchenjunga Conservation Area), Wildziegen und Blauschafe. Sehr selten sind der schöne Schneeleopard und das wegen seiner Duftstoffe gejagte Moschutier. Im Süden gelegenen Chitwan Nationalpark leben Schildkröten, kleine Echsen und einige Krokodile. Viele bedrohte Tiere finden Schutz in den im Folgenden genannten Gebieten, z.B. der Bengal Tiger, Asiatische Elefanten, die Ganges Delphine, Braunbären, Blauschafe, Moschutiere, Rote Pandas und Schneeleoparden.

 

Über 21 verschiedene Schutzgebiete, Nationalparks (jede Nutzung durch den Menschen verboten), Conservation Areas (nachhaltige, ökologische Nutzung der natürlichen Ressoucen), Wildlife Reserves (Tierreservate) und Hunting Reserves befinden sich in Nepal. 1973 wurde im Terai der für den Tourismus bekannte Chitwan Nationalpark gegründet. Weitere bekannte Gebiete sind: der Sagarmatha- (Mt. Everest) Nationalpark, die Annapurna Conservation Area, die Mustang Conservation Area oder der nördlich von Kathmandu liegende Shivapuri-Nagajun-Nationalpark.